Internationaler Tag gegen Gewalt zur Beseitigung von Gewalt an Frauen“ Orange the World 24./25.11.2021

Eine Veranstaltung anlässlich 40 Jahre  „Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“

Am 25. November 1960 wurden die Schwestern Patria, Minerva und María Mirabal in der Dominikanischen Republik verschleppt und ermordet. Die Las Mariposas (Die Schmetterlinge) genannten Frauen kämpften im Widerstand gegen Diktator Rafael Truillo und waren Mitglieder des „Movimiento Revolucionario 14 de Junio“. Der Tag ihres gewaltsamen Todes durch Militärangehörige wurde 1981 bei einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen (Dia Internacional de la No Violencia Contra la Mujer) und 1999 offiziell durch die Vereinten Nationen anerkannt. Der Tag ist dem Kampf für Frauen- und Menschenrechte gewidmet. Das Frauenkomitee und das Writers in Prison Komitee des Österreichischen PEN-Clubs unterstützen AutorInnen, JournalistInnen, BloggerInnen und ÜbersetzerInnen, die sich für Frauen- und Menschenrechte einsetzen. Am 25.November sollen diese zu Wort kommen.

Die weltweit starken Frauenstimmen für Menschenrechte und Demokratie sind nicht zu überhören. In allen Ländern gehen Frauen auf die Straße, um sich gegen repressive politische Kräfte zu wehren. In Indien und Südafrika demonstrieren Frauen gegen sexualisierte Gewalt, in Saudi-Arabien und im Iran widersetzen sich Aktivistinnen dem Kopftuchzwang, in Argentinien, Irland und Polen gibt es Demonstrationen, die sich gegen Abtreibungsgesetze richten. In Hongkong und Myanmar verlieren Frauen im Kampf für ihre Freiheit ihr Leben. In den USA, in Europa und in Japan nehmen Millionen Frauen an Demonstrationen teil, die #MeToo-Aktivistinnen initiiert hatten, um gegen Frauenhass und sexualisierte Gewalt zu protestieren. 

Autoritäre und gewaltbereite Regime verüben gezielt geschlechtsspezifische Menschenrechtsverletzungen, und auch in Europa erlassen rechtskonservative Regierungen Gesetze, die Frauenrechte einschränken und Frauenfeindlichkeit hervorrufen. In den sozialen Netzwerken werden Hass und Antifeminismus verbreitet, Femizide sind an der Tagesordnung. Nach dem aktuellen „Global Gender Gap Report“ des Weltwirtschaftsforums gibt es kein einziges Land, das Geschlechtergerechtigkeit bereits erreicht hat. Die strukturelle Diskriminierung erhöht das Risiko, als Frau von Gewalt betroffen zu sein. Die durch Corona ausgelöste Wirtschaftskrise, die Frauen am stärksten betrifft, lassen eine nachteilige Entwicklung in Bezug auf Frauenrechte befürchten. 

Save the date: Orange the World Schreiben gegen die Gewalt 24.-25.11. 2021

Mittwoch, 24.11. 2021 19.00 – 20.30 Kolloquium am Vorabend: Über die Sucht nach Hass

In den Räumen der sozialen Medien und im öffentlichen Raum zeigen sich zunehmend frauenfeindliche, antifeministische und hasserfüllte Haltungen, die Gewalt gegen Frauen verbreiten und evozieren. Womit haben wir es zu tun? Welche Politiken bedienen sich dieser Entwicklung, und welche Wege gibt es, die zunehmende Aggression zu bekämpfen – und sich selbst davor zu schützen? 

Donnerstag, 25.11. 2021 ab 20.00 Abendveranstaltung „Orange the World“

Was kann Schreiben gegen die Gewalt? Talk Marion Wisinger mit AutorInnen

Lesung des Wiener Manifests gegen Gewalt

Performance / livestream / Musik

In Kooperation mit Autonome Frauenhäuser Wien, Österreichische Liga für Menschenrechte, Wiener Forum für Demokratie und Menschenrechte, u.a