Honorary Members (in Arbeit)

 

Mohamed Ibn al-Dheeb al Ajami, Kata

Der Poet al Ajami wurde 2011 beschuldigt, in seinen Gedichten den Emir beleidigt zu haben und zum Sturz des herrschenden Systems angeregt zu haben. Im Jahr 2012 verurteilte man ihn zu lebenslanger Haft, 2016 wurde er nach internationalen Protesten und Interventionen von Human Rights Watch und PEN International begnadigt. 

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Waleed el Doud Almekki Alhussain, Nordsudan, Saudiarabien

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Alaa Abd El Fattah, Ägypten

Der Blogger und Aktivist wurde während des Arabischen Frühlings 2011 verhaftet, und 2019 nach fünf Jahren Haft entlassen.  Während der ägyptischen Proteste im September 2019 wurde er erneut verhaftet und gefoltert. Der Österreichische PEN setzte sich wiederholt für El Fattah ein. Er wartet auf den Prozess. (Caselist 2019)

Informationen über Alaa Abdel Fattah

Petition 2017

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Easterine Iralu-Kire, Indische Union/Nagaland

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Flora Brovina, Kosovo

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Lydia Cacho, Mexiko

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Shamel Elnoor Eliman, Sudan 

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Miriam Hagos, Eritrea

Miriam Lagos wurde von eritreischen Eltern in Addis Abeba, Äthiopien, erzogen. In den frühen 1970er Jahren zog sie mit einem Abschluss der Handelswissenschaften in die USA und war in einer der EPLF angeschlossenen Studentenvereinigung aktiv. Sie trat 1977 der EPLF bei und arbeitete in der Informationsabteilung auf dem Gebiet der EPLF. Miriam wurde während des Befreiungskampfes aufgrund ihrer politischen Haltung dreimal von der EPLF festgenommen. Nach der Unabhängigkeit Eritreas 1991 arbeitete sie in verschiedenen Regierungsabteilungen und war zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung Kinodirektorin. Sie wurde am 6. Oktober 2001 festgenommen, offenbar wegen des Verdachts auf Verbindungen zu den inhaftierten Dissidenten. 

Die vergessenen Heldinnen von Eritrea

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Omar Hazek, Ägypten

Omar Hazek wurde 2013 zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er an einer nicht genehmigten Demonstration vor dem Gericht teilgenommen hatte, in dem die Verhandlung gegen die Geheimdienst-Mörder des Bloggers Chalid Said geführt wurde. Im Gefängnis schrieb er einen Roman und öffentliche Briefe. Der Österreichische PEN hat durch Interventionen in der Wiener Botschaft der Arabischen Republik Ägypten, der österreichischen Botschaft in Kairo und im Büro für Menschenrechte im hiesigen Außenministerium auf den Fall aufmerksam gemacht. Der Brief der Ernennung zum Honorary Member des PEN fand ein Echo in ägyptischen Zeitschriften und Internetmedien. 

PEN Austria anläßlich der Freilassung 2015

Omar Hazek: In der Liebe des Lebens. Kassiber aus der Haft. Lyrik und Prosa. Band 33, Löcker Verlag 2013.
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Philo Ikonya, Kenia

Philo Ikonya, geb. 1959 in einem Dorf unweit von Nairobi, studierte Linguistik und Literaturwissenschaft an der Universität Nairobi, bevor sie nach Spanien und Italien ging, um dort Spanisch, Pädagogik und Philosophie zu studieren. Danach kehrte sie in ihre Heimat zurück, arbeitete als freie Journalistin für die wichtigsten Zeitungen. Sie thematisierte die soziale Ungerechtigkeit, die allgegenwärtige Korruption und den Machtmissbrauch der herrschenden Eliten. Mehrmals wurde sie deswegen verhaftet und misshandelt. Seit 2009 lebt sie auf Einladung des International Cities of Refuge Network (ICORN) in Oslo im Exil.

Philo Ikonya: Invincible Nubia: Adios Lampedusa. Band 25, Löcker Verlag, Wien 2015, Philo Ikonya, u.a.: Time to Say: NO! Austrian P.E.N.-Club. Löcker Verlag, Wien 2013.

Philo Ikonya: Eine nächtliche Führung (Leading the Night). Roman. Löcker Verlag, Wien 2012.

Philo Ikonya: Aus dem Gefängnis – Liebesgesänge / Out of Prison – Lovesongs. Löcker Verlag, Wien 2010.

Philo Ikonya: Invincible Nubia: Adios Lampedusa. Band 25, Löcker Verlag, Wien 2015, 

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Jack Mapanje, Malawi 

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Enoh Meyomesse, Kamerun

Meyomesse wurde 1954 in Ebolowa geboren, er ist Historiker, Blogger und politischer Aktivist. Aufgrund seiner Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen 2011 kam Meyomesse in Isolations- und Dunkelhaft und erlitt Folter. Ein Jahr später verurteilte ihn die Militärjustiz ohne Beweise zu sieben Jahren Haft und einer hohen Geldstrafe. Nach der Veröffentlichung seiner Gedichtsammlung Poème carceral, poésie du pénitencier de Kondengui in der edition pen und der Unterstützung durch PEN International und zahlreiche SchriftstellerInnen wurde sein Fall vor die UN-Menschenrechtskommission gebracht. Im April 2015 wurde das Urteil revidiert. Meyomesse lebt heute in Deutschland, er ist Autor von Theaterstücken, Essays, Gedichtbänden und Romanen.

Enoh Meyomesse: Gedichte des Häftlings aus Kondengui. Gedichte. Band 11, Löcker Verlag, Wien 2013, 

Enoh Meyomesse: Blumen der Freiheit. Gedichte. Band 31, Löcher Verlag, 2015.

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Orhan Pamuk, Türkei

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Mansur Rajih, Jemen

Rajiv wurde 1958 in Humayrem geboren, und war Mitglied der Jemenitischen Oppositionspartei The National Democratic Front. Er setzte sich für Menschenrechte ein, wurde 1983 inhaftiert, unter eine fingierte Mordanklage gestellt und zum Tode verurteilt. Nachdem sich seine Frau Afrah zusammen mit Organisationen wie dem Internationalen PEN, Amnesty International, der EU und dem norwegischen Außenministerium unermüdlich für seine Freilassung eingesetzt hatte, wurde er nach 15 Jahren im Gefängnis freigelassen. Nach seiner Freilassung 1998 ging Mansur Rajih im Rahmen des Programms „Städte der Zuflucht“ ins Exil, er lebt heute in Stavanger in Norwegen

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Marzi(e)h Rasouli, Iran

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Mahvash Sabet, Iran

Mahvash Sa ̄ bet gehört zu den sieben Mitgliedern des Bahái-Führungsgremiums im Iran, die zu jeweils 20 Jahren Haft verurteilt wurden. Die Religionsgemeinschaft der Bahái wird im Iran systematisch verfolgt. Am 5. März 2008 wurde die Lehrerin Mahvash Sabet in Mashhad, im Nordosten Irans, wegen »Spionage für Israel«, »Propaganda gegen das System« und »Blasphemie« verurteilt. Dieses Urteil wurde von verschiedenen Menschenrechts-organisationen und dem Europäischen Parlament scharf kritisiert. Sie verbrachte fast zehn Jahre in iranischen Gefängnissen. Im September 2017 wurde sie nach Interventionen des PEN und massivem internationalen Druck freigelassen. Während der Haftzeit begann Sabet, Gedichte zu schreiben.

Mahvash Sābet: Keine Grenzen. Gedichte aus dem Gefängnis. Band 54. Löcker Verlag, Wien 2016, 

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Mohammad Sediq Kaboudvand, Iran

Kaboudvand war Herausgeber der verbotenen wöchentlichen Zeitung Payam-e mardom-e Kurdistan und Vorsitzender der kurdischen Menschenrechtsorganisation RMMK mit Sitz in Teheran. Muhammad Seddigh Kaboudvand dokumentierte und publizierte Berichte zu Menschenrechts-verletzungen in kurdischen Regionen des Iran, Sein Mut für die Menschenrechte einzutreten, führte 2007 zu seiner Inhaftierung. Der Österreichische PEN Club nahm die Nachricht seiner Freilassung 2017 nach zehnjähriger Haftstrafe mit großer Erleichterung entgegen.

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Oleg Sentsov, Ukraine

Der ukrainische Filmregisseur wurde im Mai 2014 auf der Krim festgenommen und am 25. August 2015 wegen Terrorismus zu 20 Jahren Gefängnis in Russland verurteilt. PEN ist der Ansicht, dass die Anklage auf Sentsovs politische Aktivitäten zurückzuführen ist, und äußerte sich besorgt über Mängel im Gerichtsverfahren, die zu seiner Verurteilung geführt haben. Die Berufung gegen das ursprüngliche Urteil wurde vom russischen Obersten Gerichtshof im November 2015 und Juni 2016 zurückgewiesen. Ein Antrag auf Auslieferung von Sentsov an die Ukraine wurde im Oktober 2016 mit der Begründung abgelehnt, er sei nach der Annexion russischer Staatsbürger geworden. Im Rahmen eines Gefangenenaustauschs zwischen Russland und der Ukraine kam Sentsov am 7. September 2019 frei. 

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Aug San Suu Kyu, Myanmar

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Liu Xiabo, China 

Nachruf auf Liu Xiabo

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Maung Thura „Zarganar“, Myanmar

Der 1961 in Rangun geborene Künstler „Zarganar“ spielte in einer Theatergruppe bereits an an der Universität, wo er Zahnmedizin studierte. Er wurde aufgrund seiner Regierungskritik 1988 verhaftet und erst nach sechs Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Seie weitere künstlerische Tätigkeit als Produzent und Autor wurde massiv eingeschränkt, 2006 erhielt er Berufsverbot. 2008 wurde er erneut verhaftet und zu insgesamt 59 Jahren verurteilt. Im Jahr 2011 wurde er mit tausenden anderen Häftlingen Burmas freigelassen, und konnte ein Jahr später in die USA einreisen.