Aktuelles 2021

Solidarität mit Krisztina Tóth

In all den finsteren Jahren des „real existierenden“ Sozialismus hat der Österreichische PEN-Club Kolleginnen und Kollegen in den Nachbarstaaten unterstützt. Stets war die Hoffnung daran geknüpft, dass die Idee der Gedankenfreiheit den totalitären Systemen ein Ende bereiten wird. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks meinten wir, von nun an bräuchte es ausschließlich der Wachsamkeit, um einen Rückfall zu verhindern. Seit Jahren beobachtet der Österreichische PEN wie Ungarn mehr und mehr in

Talk zum Internationalen Tag der Frau: Der Gewalt entfliehen

Der Gewalt entfliehen. Psychotherapeutische und menschenrechtliche Aspekte von Erinnerungsarbeit geflüchteter Frauen. Eine Veranstaltung des Österreichischen PEN Clubs anlässlich des Internationalen Frauentages am 8.3. 2021. Frauen auf der Flucht erleiden vielfältige Traumata, zunächst in ihren Heimatländern und dann auf dem Weg nach Europa. Nicht selten werden sie im Asylverfahren retraumatisiert, dazu tragen der Umgang der Behörden und auch die Unsicherheit, womöglich wieder abgeschoben zu werden, bei. Ist es möglich, sich in

Wir trauern um Mario Villani - Ein Nachruf

„Estábamos en el mundo, pero fuera de el.“ Der argentinische Autor, Mario Villani, Menschenrechtsaktivist und Überlebender mehrerer Zwangsarbeits- und Folterlager, verstarb am 10. Februar 2021 in Miami. Er galt als einer der bekanntesten „desaparecidos reaparecidos“, der im repressiven politischen System der 1970er und 1980er Jahre in Argentinien von der Militärdiktatur entführt wurde und nach beinahe vier Jahren Gefängnisaufenthalt in fünf verschiedenen Lagern einen Großteil seines Lebens der Erinnerungskultur gewidmet hat. Er

Belarus: PEN Centres world-wide call for an end to the abuse of fundamental rights

Der Österreichische PEN schließt sich einem Call gegen die Menschenrechtsverletzungen in Belarus an. „We call on the Belarusian authorities for an immediate halt to the abuse of fundamental rights of all those who speak out. We also appeal to governments worldwide to strongly condemn and demand an end to attacks against writers, artists, and cultural workers in clear retaliation for their attempts to raise their concerns and combat injustice.“ Call

Stella Nyanzi im Asyl

Mit Besorgnis berichtet das Writers in Prison Komitee über die Flucht der ugandischen Poetin und Anthropologin Stella Nyanzi, die dieser Tage mit ihren drei Kindern in Kenia um Asyl bat. Sie war bereits vor einem Jahr aufgrund eines provozierenden Gedichts gegen den Präsidenten Ugandas, Yoweri Musenevi, 16 Monate in Haft. Dort wurde sie körperlich misshandelt und in Einzelhaft gesteckt. Nach den Wahlen im Jänner 2021 wurde ihr Lebenspartner entführt und

Belarus Solidarity Day

Seit Monaten kommt es in Weißrussland zu massiven Verstößen gegen die Meinungsfreiheit und gegen politische und kulturelle Rechte. Zahlreiche Mitglieder und MitarbeiterInnen des PEN Belarus sind davon betroffen. Die Präsidentin des belarussischen PEN, die Nobelpreisträgerin Svetlana Alexijewitsch, musste das Land aufgrund der Gefährdung ihrer Sicherheit bereits verlassen. Das österreichische Writers in Prison Komitee wird sich in den nächsten Monaten eingehend mit der Situation vor Ort befassen, sich für Honorary Members

News 2021

Die Historikerin und Menschenrechtsaktivistin Marion Wisinger übernahm die Agenden von Wolfgang Martin Roth, der sein Amt zurückgelegt hat. Im Jänner wird das erweiterte Writers in Prison Komitee über seine Vorhaben für das Arbeitsjahr 2021 informieren. Wir freuen uns auf Ihr Interesse und Ihre weitere Unterstützung. Beste Wünsche für 2021!

Stellungnahme zur Hinrichtung von Ruhollah Sams

Am Samstagmorgen wurde der iranische Journalist und Blogger Ruhollah Sam in Teheran hingerichtet. Der Regimekritiker lebte seit einigen Jahren als anerkannter Flüchtling in Paris, bereits 2009 hatte er die angebliche Wahlfälschung bei der Präsidentenwahl scharf verurteilt. Sam fühlte sich auch im Exil zunehmend bedroht, und stand zeitweilig unter dem Schutz französischer Sicherheitsbehörden. 2019 wollte der Journalist nach Bagdad reisen, um einen Fernsehsender zu gründen, doch dies erwies sich als Falle.