Aktuelles 2020

News 2021

Die Historikerin und Menschenrechtsaktivistin Marion Wisinger übernahm die Agenden von Wolfgang Martin Roth, der sein Amt zurückgelegt hat. Im Jänner wird das erweiterte Writers in Prison Komitee über seine Vorhaben für das Arbeitsjahr 2021 informieren. Wir freuen uns auf Ihr Interesse und Ihre weitere Unterstützung. Beste Wünsche für 2021!

Stellungnahme zur Hinrichtung von Ruhollah Sams

Am Samstagmorgen wurde der iranische Journalist und Blogger Ruhollah Sam in Teheran hingerichtet. Der Regimekritiker lebte seit einigen Jahren als anerkannter Flüchtling in Paris, bereits 2009 hatte er die angebliche Wahlfälschung bei der Präsidentenwahl scharf verurteilt. Sam fühlte sich auch im Exil zunehmend bedroht, und stand zeitweilig unter dem Schutz französischer Sicherheitsbehörden. 2019 wollte der Journalist nach Bagdad reisen, um einen Fernsehsender zu gründen, doch dies erwies sich als Falle.

Die iranische Schriftstellerin und Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh ist wieder in Haft

Wie amnesty international nun berichtet, wurde Nasrin Sotoudeh, die 2019 zu 38 Jahren Gefängnis und 148 Stockhieben verurteilt worden war, und aus Gesundheitsgründen vorübergehend enthaftet wurde, nach dreieinhalb Wochen zurück in das Shahr-e Rey Gefängnis gebracht. Der Österreichische PEN fordert ihre sofortige Freilassung und ist äußerst besorgt über ihren Gesundheitszustand. Sotoudeh trat im August aus Protest gegen die grauenhaften Haftbedingungen in den Hungerstreik, und protestierte auf diese Weise gegen die menschenunwürdige Behandlung von

Writers in Prison Day 2020

  Livestream Alte Schmiede ab 19 Uhr Lesung und Gespräch anlässlich des Writers in Prison-Day 2020 16. November, 19 – 20 Uhr   Mit Gedichten von Saba Kidane/Eritrea, Zviad Ratiani/Georgien, Firas Shamsan/Jemen, u.a. Mit Henriette Schröder, Helmuth A. Niederle, Sarita Jenamani, Zviad Ratiani, Firas Shamsan, Mitra Shahmoradi-Strohmaier und Günther Zäuner Moderation: Helmuth A. Niederle  

WiP ist live!

Die von der Volkshochschule Hietzing jedes Jahr anläßlich der Verleihung des Literaturnobelpreises veranstaltete Marathonlesung kooperiert dieses Jahr mit Writers in Prison des Österreichischen PEN.  Jeder Leseblock wird einer anderen Schriftstellerin, einem anderen Schriftsteller gewidmet, der/die gerade inhaftiert ist.    Wolfgang Martin Roth eröffnet die Veranstaltung im Gespräch mit Robert Streibel, dem Direktor der Volkshochschule Hietzing. Gestartet wird am Freitag, den 20.11. um 9:00 Uhr, gelesen wird nonstop bis Samstag, den 21.11.

Wir gratulieren Ishraga Mustafa Hamid!

Die Autorin, freie Journalistin, Übersetzerin, Menschenrechtsaktivistin und Vortragende, hat das Goldene Verdienstzeichen der Stadt Wien erhalten. Geboren in Kosti im Sudan, lebt sie heute in Wien, von ihr erschienen zahlreiche Texte in der PEN edition, sie engagiert sich seit vielen Jahren für Writers in Prison des Österreichischen PEN. Verleihung 21.10. 2020 zum Nachhören Lesetipp: Ishraga Mustafa Hamid: Gesichter der Donau. Lyrik und Prosa, edition pen, Löcker Verlag, 2014, ISBN 978-3-85409-718-1

Die Verurteilung von Cesario Alejandro Félix Padilla Figueroa muss aufgehoben werden!

Der Österreichische PEN Club fordert die honduranischen Behörden, gemeinsam mit dem PEN International und weiteren PEN-Zentren, auf, das Urteil gegen den Journalisten Cesario Alejandro Félix Padilla Figueroa unverzüglich für nichtig zu erklären. Gegen das Vorstandsmitglied des PEN Honduras ist ein Prozess aufgrund seiner Ausübung des Rechts auf freie Meinungsäußerung initiiert worden, welcher in einer Verurteilung zu drei Jahren Gefängnis verschärft durch Zwangsarbeit, die Aussetzung seiner Bürgerrechte sowie die Zahlung von

Solidarität mit Swetlana Alexandrowna Alexijewitsch

  Unmittelbar nach dem Fall des Eisernen Vorhangs konnten noch alle in Europa Lebenden stillschweigend von der Voraussetzung ausgehen, dass es im großeuropäischen Raum keine Unterdrückung der Meinungsfreiheit mehr geben werde. Dass dem nicht so ist, beweist der weißrussische Langzeitdiktator Lukaschenko. Nicht nur lässt er friedliche Demonstrationen mit größter Gewalt auflösen, sondern verhindert die freie Meinungsäußerung von Schreibenden. Zum unabdingbaren Spielraum politischer Freiheit gehört, dass Swetlana Alexijewitsch als jahrzehntelange aufmerksame